Vortrag mit Diskussion
Referent: Joachim Glaubitz, DiCV Rottenburg-Stuttgart, Amadeo Antonio Stiftung
Wann: 05. Februar 2026; 19 Uhr
Wo: VHS Reutlingen
Gesellschaftliche Problemverschiebungen- Ursachen und Möglichkeiten der Gegenwehr.
Ein besonderer Fokus dieses Vortrags liegt auf der gesellschaftlichen Wahrnehmung geflüchteter Menschen: Sie werden in politischen Debatten und medialen Erzählungen zunehmend als Sündenböcke dargestellt und für gesellschaftliche Probleme wie z.B. Wohnungsnot oder Bildungsnotstand, verantwortlich gemacht. Der Vortrag analysiert diese populistischen Narrative und zeigt, wie sie zur Verschärfung von Gesetzen, zur Entrechtung und zur weiteren Verschlechterung der Lebensrealitäten von Geflüchteten beitragen.
Herr Glaubitz macht deutlich, dieses verzerrte Bild entsteht bei uns allen im Kopf. Es ist jedoch wichtig dieses Bild immer wieder zu hinterfragen, zu reflektieren und die Faktenlage zu bewerten.
Abschließend richtet der Vortrag den Blick nach vorn: Welche Möglichkeiten gibt es, dem Rechtsruck und der populistischen Instrumentalisierung von Flucht entgegenzutreten und Haltung zu zeigen? Welche Rolle spielen Zivilgesellschaft, Medien und politische Bildung? Und wie können solidarische Gegenstrategien aussehen, die Menschenrechte verteidigen und demokratische Werte stärken?
Der Vortrag bietet Raum für kritische Reflexion, Diskussion und die Entwicklung gemeinsamer Handlungsperspektiven.
Veranstalter: Arbeitskreis Flucht und Asyl, Bündnis für Menschenrechte, VHS, Caritas