Engagement in Stiftungen

von links nach rechts: Franz Hirschle, Elke Willi,
Helga Rütten, Angelika Hipp
Erfolgreiche Veranstaltung im Dicken Tur m in Esslingen zeigt Wege für soziales Engagement auf
Rund 20 Interessierte informierten sich im Dicken Turm der Burg in Esslingen über Möglichkeiten, soziale Anliegen durch die Gründung oder Unterstützung einer Stiftung umzusetzen. Eingeladen hatten die Stiftung Lebenshilfe Esslingen, die Caritas Neckar-Fils-Alb sowie die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie sich Menschen auch ohne großes Vermögen nachhaltig engagieren können. Dabei wurde deutlich: Für stifterisches Engagement sind keine Millionenbeträge notwendig. Bereits mit kleineren Beträgen lassen sich wichtige soziale Projekte langfristig unterstützen.
Grundprinzip einer Stiftung ist es, ein Vermögen - den sogenannten Kapitalstock - einzubringen. Dieser bleibt in der Regel erhalten, während die Erträge daraus für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden. So kann eine Stiftung dauerhaft wirken.
Die Referentinnen und Referenten stellten verschiedene Stiftungsformen vor. Eine Möglichkeit ist die rechtlich selbstständige Stiftung, wie die Stiftung Lebenshilfe Esslingen. Sie unterstützt Menschen mit Beeinträchtigung in der Region und ermöglicht Angebote, die nicht staatlich gefördert werden. Interessierte können hier sowohl spenden als auch durch Zustiftungen langfristig helfen.
Eine weitere Variante ist die Treuhandstiftung, bei der ein Treuhänder die Verwaltung übernimmt. Vorgestellt wurde unter anderem die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen. Sie unterstützt Kinder in der Region in direkten Notlagen oder ermöglicht längerfristige Hilfen, z.B. über das Programm Chancenschenker, bei dem ehrenamtliche Patinnen und Paten Kinder über einen definierten Zeitraum begleiten. Auch hier können Interessierte spenden oder zustiften. Treuhänder wie die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft kümmern sich um Verwaltung, Geldanlage und rechtliche Fragen.
Als besonders unkomplizierte Form wurde der Stiftungsfonds präsentiert. Dieser ist an eine bestehende Stiftung angebunden und benötigt keine eigene Verwaltung. Beispiel hierfür ist ein Stiftungsfonds der Familie Maurer in Ravensburg, der die Leseförderung in der Region unterstützt und bei der Kinderstiftung Ravensburg angesiedelt ist.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden und bereits engagierten Stifterinnen und Stifter fielen durchweg positiv aus. Ivanka Cugura, die sich mit ihrer eigenen Stiftung für bessere Bildungschancen von Mädchen in ärmeren Ländern einsetzt, betonte: "Für mich war die Gründung einer Stiftung das einzig Richtige."
Fazit: Die Veranstaltung machte deutlich, dass es viele Wege gibt, sich nachhaltig für soziale Zwecke einzusetzen, individuell, wirkungsvoll und auch mit überschaubaren Mitteln.
Weitere Informationen:
www.kinderstiftung-esslingen-nuertingen.de
www.stiftung-lebenshilfe-esslingen.de