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Stand: 10.05.2019

Pressemitteilung

"Seebrücke" auf Esslinger Kanälen

Mit einem Original-Flüchtlingsboot haben am 06.07.19 die Seebrücke-Gruppe Esslingen, zahlreiche ehrenamtlich Engagierte, die evangelische und katholische Kirche, sowie Caritas und Diakonie auf die Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeer und den Notstand der Menschlichkeit hingewiesen. Vom Boot aus formulierten die Rednerinnen und Redner eindringlich, dass die Seenotrettung im Mittelmeer nicht kriminalisiert werden darf. Sie forderten, dass es den Rettungsschiffen ermöglicht werden muss, europäische Küsten und Häfen anzulaufen und dass sichere Fluchtwege geschaffen werden müssen. Außerdem traten sie ein für eine gerechte Verteilung von Geflüchteten auf die europäischen Staaten. Ines Fischer, Asylpfarrerin aus Reutlingen betonte, dass es zur Seenotrettung keine zwei Meinungen geben darf. Zahlreiche Besucher*innen des Esslinger Bürgerfestes haben die Kundgebung auf dem ehemaligen Flüchtlingsboot verfolgt. Dieses Boot war im vergangenen Jahr auf offener See von Seenotrettern gefunden worden; was mit den vielleicht 50 Menschen passierte, weiß niemand. Am Informationsstand der See-brücke-Gruppe startete zudem eine Postkartenaktion an den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe; knapp 200 Karten wurden am Samstag bereits abgeschickt. Mit der Aktion wird die Bundesvorsitzende des Ausschusses aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass Menschenleben im Mittelmeer gerettet werden (dürfen).

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